Verschossener Elfmeter und Standardgegentore: Not-Elf bricht nach starker erster Halbzeit ein

23. November 2025

Vergangene Woche ging es nach Oderberg zum Uckermark-Derby. Über 130 Zuschauer reisten ins Odertal-Stadion, um das Duell der Tabellennachbarn zu verfolgen. Templin trat schwach besetzt an. Unter den lediglich 13 Feldspielern befanden sich noch erkältete und angeschlagene Spieler. Es fehlte gut die Hälfte der Stammkräfte. Wegen des angesprochenen Personenmangels half sogar Schauseil aus dem Team der Zweiten aus.

Der SCV startete gut in die Partie. Kurzweg hielt aus der zweiten Reihe drauf. Der Torwart ließ klatschen. Den Abpraller legte Vetter etwas glücklich auf Feldmann, der den Ball nach sechs Minuten am Keeper vorbeischob. Die nächste Chance hatte Horn in der 23. Minute. Nachdem er den Ball am gegnerischen Strafraum gewann, lud er aus 18 Metern ab. Der Torhüter lenkte das Leder über die Latte. In der 26. Spielminute behauptete Feldmann den Ball und setzte sich gegen zwei Mann durch und spielte auf Vetter. Dieser legte raus auf Schönherr, der die Kugel in den Sechzehner flankte. Kurzweg nahm den Ball an und wurde dabei gefällt. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Völker traf bis dahin immer vom Punkt, scheiterte diesmal am Oderberger Schlussmann. Nach einer halben Stunde meldeten sich auch die Gastgeber das erste Mal ernsthaft. Ein Freistoß, der Richtung lange Ecke flog, rettete Liebisch noch vor der Linie. Es folgten Abschlüsse von Horn und Schönherr, die aber das Ziel verfehlten. In der Nachspielzeit verhinderte Zurell den Ausgleich. Kurz darauf ging es in die Halbzeit. Wegen einer Kopfverletzung musste unser Kapitän in der Kabine bleiben.

Im zweiten Durchgang agierte die Spielgemeinschaft gefährlicher. Nach einem leichtfertigen Ballverlust, wehrte Zurell den ersten Schuss ab. Ein zweiter Versuch klatschte gegen den Pfosten. Nach einer Stunde musste auch Liebold verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Es folgten Ecken für die Gastgeber in der 69. und 75. Minute. Die gleiche Taktik, der gleiche Fehler, zwei Tore. So egalisierten und drehten die Oderberger die Partie mit zwei Ecken innerhalb von sieben Minuten. In der 89. Minute hatte Templin seinen einzigen richtigen Schuss aufs Tor. Nach einem Einwurf behauptete Horn den Ball im Strafraum. Der Keeper parierte seinen Versuch. In der zweiten Minute der Nachspielzeit landete eine Flanke Oderbergs ungewollt an den Querbalken. Eine Minute später verteilte der SCV noch ein Geschenk. Ein Katastrophenpass in der eigenen Hälfte ermöglichte den Gastgebern zu kontern. Die SpG bestrafte den Fehler eiskalt und traf zum 3:1 und zur Entscheidung.

Templin war noch nie so dünn besetzt wie an diesem Tag. In der ersten Hälfte spielte man gut auf, aber verpasste die eigene Führung auszubauen. Im zweiten Durchgang setzte man kaum offensive Akzente und kassierte zwei billige Standardgegentore. Die zwei unglücklichen Verletzungen machten das Spiel nicht leichter.

Aufstellung: Zurell, Pächnatz, Völker (46.), Schönherr, Schauseil, Feldmann, Vetter, Liebisch, Liebold (61.), Horn, Kurzweg

Torschütze: 0:1 Feldmann (6.)